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Wasserstand Zwenkauer See:

Wasserstand derzeit um die 112,60 m ü.NHN bis Fertigstellung der Harth-Schleuse und des Harth-Kanals.

Endwasserstand nach Fertigstellung (ca.2022): 113,5 m ü.NHN

 

Bau der Kita Wiesengrund

 

Die Kita Wiesengrund ist ein Bauprojekt, das uns als Stadt mit Stolz erfüllt. Im November vergangenen Jahres konnte das Team mitsamt den Kindern aus der Interimseinrichtung in Markkleeberg in das neue Gebäude im Pulvermühlenweg einziehen. Wöchentlich ist seitdem ein Fortschritt bei den Außenanlagen zu beobachten, im März 2020 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Der Bau einer Einrichtung für Kinder ist genehmigungspflichtig wie jedes andere Bauvorhaben. Um den Bedürfnissen und Anforderungen im Umgang mit Kindern gerecht zu werden, unterliegt er jedoch einer besonderen Sorgfalt. Spürbar wird dies bei der Planung und Umsetzung: zahlreiche Bauberatungen, Absprachen, Untersuchungen, Bewertungen und Abnahmen wurden vollzogen, ehe die Kita tatsächlich in Betrieb gehen konnte.

Am Ende dauerte es gut anderthalb Jahre länger als ursprünglich geplant, viele Betriebe, Ämter und Beteiligte mussten koordiniert werden. Einige Eltern warteten ungeduldig auf den angekündigten Kita-Platz, in den meisten Fällen waren wir in der Lage, alternative Lösungen in anderen Einrichtungen anzubieten, manchmal aber mussten die Familien längere Wartezeiten in Kauf nehmen.

Das jetzt bebaute Grundstück der Kita Wiesengrund, welches auf einer aufgefüllten Fläche liegt, wurde schon einmal wegen Nutzungsabsichten geprüft. 2004 geschah dies allerdings für eine weitere Wohnbebauung. Die Analyse ergab „keinen Untersuchungsbedarf“ und daher auch keine Notwendigkeit für “Gefahrenabwehrmaßnahmen“. Als die Fläche später als potentieller Ort für eine Kita in Betracht gezogen wurde, wurde durch die Stadt Zwenkau die Prüfung des Geländes durch weitere Gutachten veranlasst. Aus diesen Gutachten geht hervor, dass für den untersuchten Bodenhorizont keine Gefahren für die menschliche Gesundheit ausgeht. Aus Vorsorgegründen wurde jedoch ein oberflächennaher Bodenaustausch bis 0,5m Tiefe empfohlen.

Um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, wurde der Empfehlung Rechnung getragen, einen Bodenaustausch bis in 0,5m Tiefe vorzunehmen. Die beim Aushub vorgefundenen Altlasten (zum größten Teil Hausmüll aber auch riesige Baumstämme) wurden entsorgt und ein Gründungspolster aufgetragen. Das zuständige Bauunternehmen hatte seine liebe Mühe damit, die zum Teil sperrigen Reste zu entfernen.

[ZITAT BAUÜBERWACHENDES INGENIEURBÜRO:] „Der aus dem Gutachten empfohlene Bodenaustausch wurde in die Ausführungsplanung einbezogen und die Einhaltung während der Bauausführung durch unser Ingenieurbüro kontrolliert.“

In der Dokumentation des Bauprojektes sind alle durchgeführten Untersuchungen, Ergebnisse und Arbeiten noch einmal zusammengefasst. Diese wird wie üblich aber erst nach Abschluss aller Bautätigkeiten fertiggestellt. Die Abnahme der Außenanlagen steht noch aus. Dank des gewissenhaften Einsatzes aller Beteiligten können wir aber jetzt schon feststellen, dass wir mit der Kita Wiesengrund eine ausgesprochen geräumige und hochwertige Kindertageseinrichtung vorzuweisen haben.

Abseits des organisatorischen Prozesses war und ist das öffentliche Interesse an solch einem Projekt verständlicherweise groß. Mich als Bürgermeister und sie als Einwohner der Stadt eint, dass das Wohl der Kinder an oberster Stelle steht. Verstärkte Nachfragen haben mich dazu veranlasst, erneut die Stellungnahme des Bauaufsichtsamtes zu Altlasten und möglichen ausgehenden Gefahren einzuholen.

Ähnlich einem Uhrenwerk mussten und müssen beim Bau der Kita Wiesengrund viele Räder ineinandergreifen. Die Koordination aller Beteiligten und der erhöhte Prüfungsaufwand führten leider zu einem zeitlichen Aufschub. Darüber hinaus ist es mir ein Anliegen, dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit nachzukommen. Und waren die Abläufe auch manches Mal aufwändiger als vorher angenommen, sie wurden doch niemals nachlässig behandelt.

 

Holger Schulz, Bürgermeister